Warum ein Sparplan funktioniert
Jeden Monat einen festen Betrag zurückzulegen, ist der einfachste Weg, Vermögen aufzubauen. Du brauchst weder viel Startkapital noch den perfekten Einstiegszeitpunkt. Zwei Effekte arbeiten für dich:
- Zinseszins: Erträge werden wieder angelegt und bringen selbst Erträge. Deshalb wächst der grüne Teil im Diagramm jedes Jahr schneller.
- Durchschnittskosteneffekt: Bei einem ETF- oder Fondssparplan kaufst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger.
Einmalanlage, Sparrate oder beides
Du kannst nur eine Einmalanlage eintragen (zum Beispiel Geld, das du einmalig in einen ETF steckst) und die Sparrate auf 0 setzen, nur monatlich sparen oder beides kombinieren.
Bei Tagesgeld und Festgeld werden Zinsen meist jährlich gutgeschrieben und sofort versteuert. Für diesen Fall ist der Zinseszinsrechner genauer, weil er die Steuer bei jeder Zinsgutschrift abzieht.
Formel für den Sparplan
- R = monatliche Sparrate
- i = Monatsrendite = Jahresrendite ÷ 12 ÷ 100
- n = Anzahl der Einzahlungen (Jahre × 12)
Beispiel: 200 € im Monat über 20 Jahre bei durchschnittlich 7% Rendite ergeben rund 104.800 € vor Steuern. Eingezahlt hast du 48.000 €, der Rest ist Ertrag. Nach 30 Jahren werden aus derselben Sparrate etwa 245.400 €.
Wie viel sparen für eine Million?
Bei 7% Rendite pro Jahr erreichst du 1.000.000 € (vor Steuern) mit rund 820 € im Monat über 30 Jahre oder rund 1.920 € im Monat über 20 Jahre. Je früher du anfängst, desto weniger musst du selbst einzahlen.
Dynamik: Sparrate jährlich erhöhen
Das Einkommen steigt meist mit der Zeit, eine feste Sparrate fällt also immer weniger ins Gewicht. Erhöhst du sie jedes Jahr um 3–10%, etwa nach jeder Gehaltserhöhung, verbessert das dein Endkapital deutlich. Trage dafür eine „Jährliche Dynamik“ ein.
Steuern auf Kapitalerträge
- Deutschland: Abgeltungsteuer 25% plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375% (mit Kirchensteuer etwas mehr). Pro Person bleiben Erträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr steuerfrei; bei Aktien-ETFs sind zudem 30% der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung), wodurch die effektive Belastung bei rund 18,5% liegt.
- Österreich: Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5% auf Kursgewinne und Fondserträge, 25% auf Zinsen von Sparbüchern und Bankkonten.
- Schweiz und Liechtenstein: Private Kapitalgewinne sind grundsätzlich steuerfrei; Zinsen und Dividenden gelten als Einkommen, und das Vermögen unterliegt der Vermögenssteuer.
Der Rechner schlägt den Satz deines Landes vor. Pauschbeträge und Teilfreistellung berücksichtigt er nicht; passe den Prozentsatz bei Bedarf selbst an.
Tipps
- Früh anfangen. Vergleiche 20 und 30 Jahre mit dem Regler.
- Automatisieren. Ein Dauerauftrag am Zahltag sorgt dafür, dass du nicht vergisst zu sparen.
- Realistische Rendite ansetzen. Tagesgeld und Anleihen bringen weniger, Aktien mehr, aber mit starken Schwankungen.
- Inflation bedenken. Geld hat in 20 Jahren weniger Kaufkraft als heute.
Häufige Fragen
Kann ich nur eine Einmalanlage berechnen?
Ja. Trage den Betrag bei „Einmalanlage“ ein und setze die monatliche Sparrate auf 0. Der Rechner zeigt dann, wie sich nur das Startkapital entwickelt.
Wie viel habe ich, wenn ich 200 € im Monat spare?
Bei durchschnittlich 7% Rendite pro Jahr sind es nach 20 Jahren rund 104.800 € vor Steuern, bei 48.000 € eigenen Einzahlungen. Nach 10 Jahren sind es etwa 34.800 €.
Wie viel muss ich monatlich sparen, um Millionär zu werden?
Bei 7% Rendite etwa 820 € im Monat über 30 Jahre oder rund 1.920 € über 20 Jahre (vor Steuern). Bei geringerer Rendite brauchst du höhere Sparraten.
Welche Steuer fällt auf Erträge aus einem ETF-Sparplan an?
In Deutschland die Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag (26,375%), wobei der Sparerpauschbetrag und bei Aktien-ETFs die Teilfreistellung von 30% die Belastung senken. In Österreich beträgt die KESt 27,5%. In der Schweiz sind private Kapitalgewinne grundsätzlich steuerfrei.
Ist die Rendite garantiert?
Nein. Der Rechner geht von einer konstanten Rendite aus. Tatsächliche Renditen von ETFs, Fonds und Aktien schwanken und können in einzelnen Jahren negativ sein.
Dieser Rechner dient nur der Information und ist keine Anlageempfehlung. Geldanlagen sind mit Risiken bis hin zum teilweisen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden.